Mechatroniker in Hannover und Bremen

Du willst Mechatroniker in Hannover werden? Dann hast du hier die Möglichkeit echte Erfahrungsberichte von anderen zu lesen. Wir haben ein paar Leuten aus der Branche einige Fragen zu ihrem Job gestellt.

Yannick Masur (18) ist Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik beim Hannover Airport.

Sie machen eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik beim Hannover Airport. Wie sind Sie auf den Flughafen gekommen?

„Der Flughafen hat mich immer fasziniert und an Autos hatte ich schon als kleiner Junge großes Interesse. Auf der Karriereseite des Hannover Airport bin ich auf die passende Ausschreibung gestoßen. Die Kombination Flughafen und Auto ist für mich wie ein Sechser im Lotto.“

Was gehört zu Ihren Aufgaben als Mechatroniker in Hannover?

„Wir als Werkstatt sind für die Instandhaltung des Fuhrparks verantwortlich. Das bedeutet, wir führen sämtliche Wartungs- und Reparaturarbeiten durch. Unter Anleitung der Gesellen können wir relativ selbstständig arbeiten. Darunter fallen Aufgaben wie Ölservice, Reifen wechseln oder der Austausch von Bremsbelägen.“

Welche Fähigkeiten müssen Sie als Mechatroniker in Hannover mitbringen?

„Ein gutes Verständnis von Mathe und Physik ist wichtig. Und natürlich ein Grundinteresse an Fahrzeugen – das macht es leichter, die Technik zu verstehen. Es gibt beim Flughafen 1600 verschiedene Fahrzeuge, von der kleinen Elektrokarre bis zum großen Löschfahrzeug, das ist total abwechslungsreich.“

Wie viele Auszubildende sind Sie in der Kfz-Werkstatt?

„Zurzeit sind wir zu zweit. Zum 1. August haben wir zwei weitere Azubis zur Verstärkung bekommen.“

Daniel Pallentin (20) ist Industriemechaniker (dualer Student) bei der Renk AG.

Was macht ein Industriemechaniker in Hannover?

„Da gibt es mehrere Gebiete. Die Firma Renk stellt Gleitlager her, die wir aus Metall fertigen. Größtenteils haben wir hier Dreh- und Fräsmaschinen, zumeist mit CNC-Steuerung. Ich war bislang in der Instandhaltung eingesetzt, das heißt, wir warten oder reparieren die Maschinen und bauen Ersatzteile ein. Dafür stellen wir auch selbstbestimmte Werkstücke her.“

Für den richtigen Betrieb? Oder üben Sie zunächst an Lernobjekten?

„Anfangs haben wir das an Lernobjekten gemacht, aber mittlerweile habe ich auch Teile hergestellt, die dann richtig verwendet wurden.“

Wie sind Sie auf den Beruf für Mechatroniker in Hannover gekommen?

„Ich habe schon immer gern Sachen selbst repariert, zum Beispiel mein kaputtes Fahrrad – aber natürlich nicht solche Maschinen wie jetzt. Nach dem Abitur habe ich mich dann im Internet über ein duales Studium bei Maschinenbauunternehmen informiert und bin dort auf Renk gestoßen.“

Wie ist das duale Studium aufgebaut?

„In den ersten zwei Jahren bin ich von Montag bis Mittwoch im Betrieb und den Rest der Woche in der Fachhochschule in Hannover. Nach den zwei Jahren Ausbildung bin ich dann während des Semesters Vollzeit an der Hochschule. Während der Semesterferien arbeite ich komplett im Betrieb.“

Roland Meyer ist Ausbildungsleiter bei MTU Maintenance Hannover

Sie bilden Industriemechaniker und Fluggerätemechaniker aus.  Worauf achten Sie bei Bewerbern?

„Für die technischen Berufe sind Naturwissenschaften wichtig. Deutsch und Englisch sind ebenfalls wichtige Fächer für uns.“

Sie schauen sich also zunächst die Schulzeugnisse an?

„Ja, sicher. Viel mehr hat man nicht. Was hat ein junger Mensch, der sich hier mit 17 bewirbt, im Regelfall in der Vita stehen? Schule. Uns interessieren die Kopfnoten und die Fehltage. Unentschuldigte Fehltage sind ein Ausschlusskriterium. Mit einem guten Realschulabschluss hat man hier aber gute Chancen.“

Und dann laden Sie zum Gespräch ein?

„Wenn die Voraussetzungen gut sind, laden wir die Bewerber zu einem Onlinetest ein. Da geht es um technisches Verständnis, räumliche Orientierung, aber auch um Fragen, bei denen man sich selbst einschätzen muss: Wie würde ich in welcher Situation reagieren?“

Wie geht es dann weiter?

„Wenn alles im grünen Bereich ist, laden wir die Kandidaten an unseren Standort ein. Es gibt eine kleine Betriebsbesichtigung und eine Übung, die die Bewerber im Team erledigen müssen. Dabei können wir beobachten, welche technischen Vorkenntnisse es gibt, wie jemand mit den anderen umgeht und wie er an das Problem herangeht. Am Ende gibt es Einzelgespräche.“

Thore Janßen (18) macht eine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme und ist im 2. Ausbildungsjahr bei OAS AG

Warum haben Sie sich ausgerechnet für eine Ausbildung als Elektroniker für Geräte und Systeme entschieden?

„Das ist eigentlich mit der Zeit so gekommen. Ich habe immer schon gern mit Elektronik gebastelt und die Noten im Physikunterricht waren auch immer relativ gut. Irgendwann hat sich ein Freund aus der Schule als Elektroniker für Geräte und Systeme beworben und dann dachte ich, das kann ich auch mal probieren.“

Und warum haben Sie sich bei der OAS AG beworben?

„Ich bin über eine Stellenanzeige auf die OAS AG aufmerksam geworden. Überraschenderweise habe ich daraufhin festgestellt, dass Freunde meiner Eltern auch hier arbeiten. Von ihnen habe ich dann noch mehr über das Unternehmen erfahren. Das hat mich überzeugt. Nachdem Vorstellungsgespräch war für mich schnell klar, dass ich hier anfangen möchte.“

Was macht Ihnen besonders viel Spaß an Ihrem Ausbildungsberuf?

„Am liebsten arbeite ich in der Elektronikfertigung und im Prüffeld. Das liegt mir am meisten. Dort bauen wir Terminals und Schaltanlagen für industrielle Anwendungen. Im Schaltanlagenbau ist man oft mehrere Tage lang mit nur einer Aufgabe beschäftigt, hier sind Lösungen gefragt. Die Ausbildung findet anfangs hauptsächlich im Unternehmen statt. Schließlich müssen wir Auszubildenden erst lernen, wie alles funktioniert. Nach der Ausbildung sind wir jedoch fast ausschließlich außer Haus unterwegs. Sowohl national als auch international.“

Und was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrem Ausbildungsbetrieb?

„Man darf schon relativ früh eigenständig arbeiten und Verantwortung übernehmen. Aber auch im Team kommt man hier mit allen ganz gut klar. Die OAS AG ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das darauf ausgerichtet ist, die Auszubildenden nach ihrer Lehre zu übernehmen. Das gibt Sicherheit und Perspektive.“