Die Wahl der Ausbildungsstätte

Wer sich für eine betriebliche Berufsausbildung entscheidet, muss sich zuerst für einen Beruf entscheiden. Die Überlegung die Wahl des Unternehmens zum entscheidenden Kriterium zu machen und zu sagen:„Hauptsache ich komme bei XY unter, für welchen Beruf ich mich dort ausbilden lasse ist zweitrangig“, ist wenig zukunftsorientiert. Umgekehrt wird, wie man sagt, „ein Schuh daraus“. 

An erster Stelle sollte also die Berufswahl stehen, an zweiter Stelle die Wahl des Ausbildungsbetriebs.

Steht der Beruf fest, den man erlernen möchte, ist klar, ob es sich um eine schulische oder betriebliche Ausbildung handelt. Bei nicht ärztlichen Gesundheitsberufen zum Beispiel handelt es sich in der Regel um eine schulische Ausbildung, während Handwerk, Handel und Industrie überwiegend betrieblich ausbilden.

Ob schulische oder betriebliche Berufsausbildung: Jetzt muss entschieden werden, wo man sich bewerben will.  Bei schulischen Ausbildungen besteht allerdings häufig keine Wahlmöglichkeit. Anders bei einer betrieblichen Ausbildung. Äußerst hilfreich bei der Ausbildungsplatzsuche sind die Lehrstellenbörsen der HWK und der IHK, die jeweils auf den Internetseiten der Kammern zu finden sind.

Manchmal ist es schwierig, für den gewünschten Beruf überhaupt einen Ausbildungsplatz zu finden. Dann fehlt die Wahlmöglichkeit, und man bewirbt sich am besten bei allen Betrieben, die eine entsprechende Ausbildung anbieten. 

In allen anderen Fällen ist es sinnvoll, sich sorgfältig Gedanken über die Wahl des Ausbildungsbetriebes zu machen: 

  • Was leistet der Betrieb im Zusammenhang mit der Berufsausbildung und was ist für mich wichtig?
  • Was ist von geringerer oder ohne Bedeutung? 

Da sollte der Bewerber klare Vorstellungen entwickeln, was er von einem Ausbildungsbetrieb erwartet und welchem Unternehmen er sich anvertrauen will.

Bietet der Ausbildungsbetrieb

  • zusätzliche, innerbetriebliche Schulungen?
  • bei Bedarf überbetriebliche Schulungen?
  • Prüfungsvorbereitungskurse im Unternehmen oder zumindest vom Unternehmen bezahlte Kurse?
  • persönliche Zuordnung zu einem Ausbilder?

Wie steht es um

  • bisherige Erfolge in der Ausbildung?
  • Förderung eines Auslandsaufenthalts?
  • das Ansehen der „AZUBIS“ im Unternehmen?
  • Aktivitäten zur Erreichung eines guten Betriebsklimas?