Bildungschancen ohne Hauptschulabschluss

Ohne förmlichen Schulabschluss ist eine Berufsausbildung zwar theoretisch möglich, sie kommt in der Praxis aber kaum vor. Ein Hauptschulabschluss, der neun Jahre Schulbesuch erfordert, sollte mindestens erreicht werden. Welche Wege dahin führen, klärt ein Beratungsgespräch, zum Beispiel bei der  Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Die Berater dort kennen alle Möglichkeiten. Ein Beispiel sind die Jugendwerkstätten, wo die Zeit der berufsvorbereitenden Ausbildung zugleich auf die Erfüllung der Schulpflicht angerechnet wird. Danach ist eine ordentliche Berufsausbildung möglich.

Nach neun Jahren Schulbesuch ohne Abschluss führt der „Königsweg“ zum Hauptschulabschluss allerdings über die Berufseinstiegsschule (BES) an den Berufsbildenden Schulen. Vor dem Anmeldetermin im Februar findet ein Beratungsgespräch statt.

Danach kann man (zum Beispiel mit den Eltern) in Ruhe überlegen, in welchem Berufsbereich man das Jahr absolvieren möchte. Die Entscheidung ist für eine nachfolgende Ausbildung nicht bindend. Sie kann ggf. in einem ganz anderen Berufsfeld erfolgen.

Die BES wird zweijährig geführt. Allerdings sind zum Schuljahr 2020 deutliche Änderungen geplant. Einzelheiten sind zeitnah auf der MK-Hompage unter www.mk.niedersachsen.de zu finden.

Ich habe keinen förmlichen Schulabschluss erreicht, möchte aber trotzdem eine Berufsausbildung machen.

Was ist zu tun?

Vor allem rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen…

– wenn das auch schwer fällt! „Rechtzeitig“, das bedeutet mindestens ein halbes Jahr vor dem Schulende.

Beratungen übernehmen:

  • die Berufsberatung der Agentur für Arbeit
  • Beratungslehrkräfte der besuchten Schule
  • Beratungslehrkräfte der berufsbildenden Schule