Möglichkeiten einer schulischen Berufsausbildung

Es gibt Berufe, die man ausschließlich in Schulen erlernen kann. Am Ende der Schulzeit steht eine (staatliche) Prüfung, die berufsbezogenes theoretisches Wissen und fachpraktisches Können überprüft. Nach bestandener Prüfung bestätigt eine Urkunde, dass der erlernte Beruf ausgeübt und die entsprechende Berufsbezeichnung geführt werden darf, zum Beispiel auf einem Praxisschild oder einer Namenskarte. 

Zu den schulischen Ausbildungsberufen gehören unter anderem:

  • Sozialpädagogischer Assistent (m/w/d)
  • nichtärztliche Gesundheitsberufe (wie Masseur [m/w/d], Physiotherapeut [m/w/d])
  • Wirtschaftsberufe (zum Beispiel Kaufmännischer Assistent [m/w/d])
  • naturwissenschaftliche Berufe (zum Bespiel Pharmazeutisch-technische Assistenz)
  • informationstechnische Berufe (zum Beispiel Informationstechnische Assistenz).

Wer auf der Homepage einer berufsbildenden Schule nachsieht, welche Berufe diese Schule ausbildet, wird meist unter „berufsqualifizierende Schulformen“ fündig. Eine schulische Berufsausbildung bieten in der Regel öffentliche Schulen (Berufsbildende Schulen), zum Teil aber auch Schulen in privater Trägerschaft an. Wenn gleiche Berufe ausgebildet werden, kann man auswählen. 

Wissenswert ist, dass bei nichtärztlichen Gesundheitsberufen, zum Beispiel bei Physiotherapeuten, eine Weiterbildung in Form eines Studiums mit Bachelor-Abschluss möglich ist. Voraussetzung ist ein Realschulabschluss vor Ausbildungsbeginn. Außerdem besteht die Möglichkeit, nach einer Ausbildung in einem nichtärztlichen Gesundheitsberuf die Klasse 12 einer Fachoberschule mit dem Schwerpunkt Gesundheit zu besuchen und so die Berechtigung zum Besuch einer Fachhochschule zu erwerben. Auch für andere schulische Berufsausbildungen gibt es vergleichbare Weiterbildungsmöglichkeiten. 

Für alle diese Ausbildungsangebote ist der Realschulabschluss von Vorteil oder gar Bedingung. Aber es gibt auch Chancen für diejenigen, die mit einem Hauptschulabschluss eine schulische Berufsausbildung beginnen möchten. Durch den Besuch einer zweijährigen Berufsfachschule erwirbt man zudem bei einem bestimmten Notendurchschnitt den Realschulabschluss.