Berufsausbildung im dualen System

Der wesentliche Stützpfeiler der Berufsausbildung ist in Deutschland die sogenannte duale Ausbildung. Das Duo bei der dualen Berufsausbildung besteht typischerweise jeweils aus dem Betrieb (hier liegt der zeitlich größte Teil der Ausbildung) und der Berufsschule. Der Betrieb als Ausbilder kann einen weiteren „Mitausbilder“ einbeziehen: eine überbetriebliche Ausbildungsstelle oder einen Kooperationspartner, der Teile der Ausbildung übernimmt (Stichwort Verbundausbildung).

Bundeseinheitliche Vorschriften

Für die betriebliche Berufsausbildung gibt es bundeseinheitliche Vorschriften, sodass Auszubildende überall in Deutschland in etwa das Gleiche lernen. Die betriebliche Berufsausbildung wird durch die zuständigen Kammern überwacht (etwa in Gestalt von Ausbildungsberatern). Zudem müssen Ausbildungsbetriebe Mitarbeitende einsetzen, die eine Ausbildereignungsprüfung abgelegt haben. Die Berufsschulen als Partner der Berufsausbildung werden nach Vorschriften des Landes von Kommunen, Kreisen oder Zweckverbänden betrieben.

Sonderfälle

Ein Sonderfall ist die Berufsausbildung für Auszubildende mit Abitur, wenn ein Studium an einer Berufsakademie oder Fachhochschule mit einer betrieblichen Ausbildung gekoppelt wird (Fachbegriff: Duales Studium).

Ein neues Angebot der Agentur für Arbeit ist die „Assistierte Ausbildung“ (AsA). AsA ist ein Programm für lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Auszubildende. Sie werden bei ihrer ersten Ausbildung von einem Ausbildungsbegleiter unterstützt.

Nachweise erfolgreicher Berufsausbildung

  • Zeugnis über die Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer (Gesellenbrief, Gehilfenbrief)
  • Abschlusszeugnis der berufsbildenden Schule