Unterstützung der Berufswahl durch Eltern

Sinnvoll ist zum Beispiel der gemeinsame Besuch von Messen zum Thema „Berufsinformation“. Erfahrungen zeigen, dass Gespräche zwischen den Anbietern von Ausbildungsplätzen und den Familien oft effektiver sind als der Messebesuch im Klassenverband. Die Informationen über den Ausbildungsweg und die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind im Gespräch mit den Eltern konkreter und individueller. Trotzdem ist es auch wichtig, dass die Schüler derartige Veranstaltungen mit ihrer Klasse besuchen, um sich vorab zu informieren.

Für die Berufsorientierung und die Berufswahl ist die Schule ein wichtiger Faktor. Eltern sollten deshalb die schulischen Leistungen ihrer Kinder von Anfang an beobachten und fördern. Denn im Wettbewerb um attraktive Ausbildungsstellen spielen der erreichte Schulabschluss und die Zensuren der letzten Zeugnisse und des Abschlusszeugnisses eine große Rolle. Das gilt auch, wenn es um das Thema „Studium“ geht. 

In den Jahrgängen vor dem Schulabschluss spielt das Thema Berufswahl eine herausragende Rolle. In diese Zeit fallen die Praktika mit entsprechenden Begleitveranstaltungen. Im Vorfeld können Eltern mit ihren Kindern über den Nutzen des obligatorischen Schülerbetriebspraktikums und über zusätzliche freiwillige Praktika reden.
Hinweise auf verpflichtende Maßnahmen der jeweiligen Schule zur Überleitung in die Berufswelt geben eine Reihe von Schulerlassen, die im Internet unter www.schure.de abgerufen werden können. Ein Erlass ist bereits erwähnt worden: „Berufsorientierung in allgemeinbildenden Schulen“.

Hilfreich sind auch die Grundlagenerlasse „Die Arbeit in der …schule“. Hier geht es um Fragen der Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen wie der Agentur für Arbeit, freien Bildungsträgern und Unternehmen. Eltern können in Klassenversammlungen und bei persönlichen Gesprächen mit Lehrkräften fragen, ob es entsprechende Kooperationen gibt. Zudem sollten diese Themen auch in schulischen Gremien wie der Gesamtkonferenz eine Rolle spielen.

Auch die Einrichtung von Schülerfirmen ist nützlich für die Berufsfindung. Das ist nachvollziehbar, vorausgesetzt, die Schülerfirma arbeitet professionell. Um das sicherzustellen, sollte sie durch ein Unternehmen angeleitet werden.

Wichtig:

Spätestens bei Vorstellungsgesprächen spielen Verhalten und die äußere Erscheinung eine entscheidende Rolle. Auch Hinweise auf viele Fehltage und negative Bemerkungen zum Arbeits- und Sozialverhalten schaden sehr. Eltern können hier eine wichtige Rolle spielen.